Bericht zum Drombuschs-Fantrefen 2017

 

von Britta Kaminski

 

Als das letzte Fantreffen im August 2016 gerade zu Ende war, hatte ich für mich beschlossen, sollte es im nächsten Jahr wieder ein Treffen geben, so würde ich diesmal ein paar Tage Urlaub dran hängen und etwas länger in Darmstadt bleiben.

Die Planung, was ich dann so die Tage in Darmstadt und Umgebung machen würde, fiel mir nicht schwer. Ich wollte einmal die Loreley sehen und die Tatsache, dass sie auch ein Drehort bei den Drombuschs war, machte meine Entscheidung noch leichter: ich würde eine Rheintour machen! Aber dazu komme ich später.

Ich bin also am Sonntag vor dem Treffen mit dem Auto nach Darmstadt gefahren und hatte Glück, dass ich ohne Stau nach etwas über 6 Stunden angekommen bin. Nachdem ich mich im Hotel (das B&B in der Nähe des Maritims, eine ganze Woche dort hätte ich mir dann doch nicht leisten können) eingerichtet und etwas ausgeruht hatte, hat mich meine Freundin aus Darmstadt abgeholt und wir sind zusammen zur Mathildenhöhe gefahren. Endlich konnte ich den Hochzeitsturm besuchen, und von der Aussichtsetage den Blick auf die Stadt genießen. Der weitere Verlauf unseres anschließenden Spazierganges führte uns dann noch an weiteren Drehorten vorbei, wie die „Villa Weykant“, durch dessen Garten man sogar laufen konnte (etwas zu viel Kitsch für meinen Geschmack, aber durchaus mal einen Besuch wert) oder das Löwentor. Dann wollte ich mich bei Oma Drombusch auf die Mauer setzen, aber da parkte gerade ein Auto, so dass es mit dem Foto nichts wurde. Zum Abendessen kamen wir dann am Staatstheater vorbei und konnten auch einen Blick in St. Ludwig blicken und dem Organisten beim Üben zuhören. Als Abschluss führte uns der Weg dann noch in die Wilhelminenstraße zum „Butcher`s Original“, der praktischerweise ja in der Nähe der Drombusch-Wohnung liegt, so dass ich dort dann auch nochmal einen Blick auf das Gebäude werfen konnte. Der erste Tag endete somit sehr erfolgreich.
Am Montag habe ich mich dann spontan mit Sabine K. verabredet, die genau wie ich, auch zum Fantreffen angemeldet war. So sind wir beiden dann bei bestem Wetter durch den Hessenpark gelaufen und haben uns dort die schönen Fachwerkhäuser angeschaut. In der Tat gibt es schon große Unterschiede zwischen den hessischen und schleswig-holsteinischen Bauernhäusern.

Am Dienstag war es dann soweit: meine Freundin hatte sich angeboten, mit mir die Tour durch den Rheingau zu machen. Wir sind um 7.00 Uhr los gefahren. So saßen wir schon morgens um 7.00 Uhr los gefahren und bei bestem Wetter am Rhein entlang gefahren. Um 9.00 Uhr waren wir dann der Loreley, die Sonne kämpfte sich gerade durch den Morgennebel und irgendwie hatte ich die Stimmen von Herrn Diehl und Oma Drombusch im Ohr. Ich war total begeistert von der Gegend – und wieder hatte ich einen Drehort der Drombuschs besucht.

Am Mittwoch fuhr ich dann früh in den Taunus, um mir den Opelzoo in Kronberg anschauen. Gegen Mittag, als es richtig heiß wurde, hatte ich meine Runden beendet. Da ich nicht weit weg vom Großem Feldberg entfernt war, entschloss ich mich, dort noch einen Abstecher hin zu machen. So habe mir dort die Gegend vom Obergeschoss eines der Türme angeschaut und die Aussicht genossen. Auch die Falknerei habe ich besucht. Da es noch relativ früh am Tag war, beschloss ich, nach meiner Rückkehr nach Darmstadt den Waldfriedhof aufzusuchen. Wir hatten dort ja vor 2 Jahren auf der Drombusch-Drehortetour auch einen Abstecher dahin gemacht und ich wollte noch ein paar Fotos der Figuren machen. Prompt wurde ich von einem Mann dort angeschoben, es wäre verboten, zu fotografieren. Ich habe mich dann vergewissert, dass dieses Verbot nur für gewerbliche Fotografen gilt und das bin ich ja nun wirklich nicht. Da ich auf dem Friedhof eh nicht viele Figuren gefunden habe und es inzwischen auch unerträglich warm geworden war, bin ich dann zum Hotel zurück gefahren.

Am Abend habe ich mich dann noch mit Sabine W., Martin und Gerd an der Hotelbar des Maritim getroffen, denn sie waren schon angereist und so konnten wir uns schon gemeinsam auf das Treffen einstimmen und haben dabei den ein oder anderen Cocktail genossen.
Am Donnerstagmorgen sind Sabine W. und ich zuerst ins Vivarium gefahren und haben dort gemütlich einen Rundgang gemacht. Leider mussten wir ab und zu den Regenschirm benutzen und die Wettervorhersage für die nächsten Tage war auch nicht die Beste. Nach unserem Rundgang sind wir wieder zum Hotel gefahren. Inzwischen war Sabine K. auch angekommen und wir drei haben uns dann auf den Weg nach Lengfeld gemacht. Zuerst haben wir den Marktplatz angeschaut, der ja auch ein Drehort war (mit Tina und Ludwig) und haben den Friedhof besucht, auf dem die Beerdigungen von Sigi und Chris spielte. Auf dem Weg zum Friedhof sind wir über eine Anhöhe gefahren, von dem wir die alte Mühle sehen konnten. Wir haben das Auto in einem Feldweg abgestellt und sind dann über einen Acker zur Kante gelaufen. Dort hatte man einen direkten Blick auf die Mühle und die Umgebung. Man konnte schon von Weitem sehen, was wir dann als nächstes aus der Nähe betrachten würden: es war noch mehr eingestürzt innerhalb des letzten Jahres. Das, was wir schon vom Berg aus sehen konnten, wurde deutlich: auf der linken Seite ist ein ganzes Stockwert weggebrochen.

Wir haben uns dann als nächstes das Alice-Hospital angeschaut und die gegenüber liegende Pizzeria, beides ja auch Drehorte zur Serie. Zum Abschluss sind wir dann zum Herrngarten/Prinz-Georgs-Garten gefahren. Abends sollte das Essen stattfinden, bei dem sich einige der Fans traditionell treffen, um sich auf das kommende Wochenende einzustimmen. Dieses Jahr fand das Treffen im Ratskeller statt und es war toll, so viele bekannte Gesichter endlich wieder zu sehen. Inzwischen sind diese Treffen wie kleine Familientreffen und ich freue mich, dass ich dazu gehöre. Wir hatten einen angeregten Abend mit rustikalem Essen und leckerem Bier und die Vorfreude auf den kommenden Tag war allen anzumerken.

Endlich Freitag und damit der erste Tag des Fantreffens gekommen! Ich konnte aber schlecht schon um 8.00 Uhr mit meinem Gepäck ins Maritim umziehen, so bin ich morgens zuerst noch einmal zur Waldspirale gefahren, da ich diese bei meinem ersten Besuch nur flüchtig gesehen hatte. Ich mag ja lange nicht alle Hundertwasser-Gebäude, aber dieses finde ich richtig toll. Anschließend bin ich noch zur Orangerie gefahren, da ich dort noch gar nicht war und immerhin dort auch gedreht wurde. Eine tolle Anlage, schade, dass es sowas in Kiel nicht gibt. Auch den Prinz-Emils-Garten in der Nähe habe ich mir noch angeschaut, bevor ich dann mein Auto in die P+R-Garage am Bahnhof abgestellt habe und mich mit meinem Gepäck auf den Weg ins Maritim gemacht habe.

Im Foyer hat man dann auch schon das ein oder andere bekannte Gesicht gesehen und man fühlte sich gleich wieder „zu Hause“. Diesmal hatte ich ein Zimmer im 8. Stock und konnte von dort direkt auf die Mathildenhöhe schauen.

Um 14.15 Uhr war es dann soweit: das 10. Drombusch-Fantreffen wurde im Saal Timmendorf von Marco eröffnet! Sogar mit mehr als 50 Teilnehmern in diesem Jahr, so dass wir teilweise alle etwas zusammen rücken mussten. Marco stellte uns das diesjährige Programm vor und berichtete noch einmal davon, dass Anja Jaenicke dann kurzfristig doch noch abgesagt hätte. Dafür hatte er eine Überraschung für uns, denn Eike Schweikhart hatte sein Kommen für Samstag angesagt und damit hätte er mir keinen größeren Gefallen tun können, denn ich hatte schon immer gedacht, wie toll es doch sein müsse, wenn man einmal „Thomi und Marion Drombusch“ zusammen sehen könnte. Da Sabine Kaack ja als weiterer Ehrengast bereits fest stand, würde mein Wunsch also in Erfüllung gehen!

Als nächster Punkt stand der gemeinsame Spaziergang zu Drehorten in der Innenstadt an. Wir sind an der Kunsthalle Richtung Luisenplatz gelaufen und haben uns dann am u.a. das „Kulturamt“ angeschaut oder den Laden, der eine Bank darstellte, in der Chris feststellte, dass sein Konto überzogen ist. Dazu hat uns Michael Werlin wie immer mit interessanten Informationen zu den Dreharbeiten versorgt, so dass man sich ein Bild machen konnte, wie viel Arbeit doch auch hinter der noch so kleinsten Szene in einer Serie oder einem Film eigentlich steckt. Weiter ging es zum Polizeipräsidium, dort wurden alle Außen- und Innenaufnahmen für die Serie gedreht. Anschließend haben wir uns den Eingang der „Katakomben“ angeschaut, den Ratskeller, vor dem Vera einst einen Kaffee trank. Auch der Laden, der ein Immobiliengeschäft darstellte, das Vera nach Sigis Herzanfall aufsuchte, stand mit auf dem Programm. Wir konnten auch noch den Platz besuchen, auf den Oma vergeblich auf Herrn Diehl wartete. Auch den Brunnen, der mal mit im Bild war, konnten wir auf dem Rundgang noch besuchen. Dort hat Michael noch interessante Anmerkungen zu den Lichtverhältnissen am Platz gemacht.

Am Ende des Rundgangs landeten wir dann wieder vor dem Antiquitätengeschäft. Wir haben dort einfach mal geklingelt und wurden sogar ins Treppenhaus gelassen, so dass noch einige Fans ein Foto vor der Tür machen durften.

Nun war erst einmal Pause im Programm und um 19.00 uhr ging es weiter mit der Abendveranstaltung.

Marco konnte die heutigen Ehrengäste begrüßen: neben Michael Werlin waren Matthias Hermann und Sabine Kaack gekommen und wurden unter tosendem Applaus begrüßt.

Wir haben dann gemeinsam zu Abend gegessen, bevor die Frage- und Antwortstunde begann. Marco hatte wie immer für jeden Gast kleine Filmchen mit Szenen aus der Serie zusammen gestellt. Für Michael Werlin hatte er eine Präsentation mit Fotos zum Lied „Irgendwann“ von Volker Lechtenbrink erstellt. Die Liebe zum Detail macht diese Treffen so einzigartig, da man sieht, wie viel Arbeit Marco in die Vorbereitungen steckt. Hierfür kann man nicht genügend Danke sagen!

Es folgten die Autogrammstunde und viele nette Gespräche mit Matthias Hermann und Sabine, die uns im Übrigen alle das „Du“ anbot und das Treffen damit noch familiärer machte. Ich hatte Sabine im letzten Jahr in Malente im Immenhof-Museum zu einer ihrer Lesungen getroffen und hatte ein Foto zum Unterschreiben dabei. Sie konnte sich noch sehr gut an den Abend erinnern und ich habe mich über die tolle Widmung gefreut. Auch ein neues Foto mit ihr konnte ich bekommen.

Über Matthias Hermann als Ehrengast habe ich mich ebenso gefreut, denn vor 2 Jahren hatte ich nur ein unscharfes Foto mit ihm zusammen. Ich hätte nie gedacht, dass ich noch einmal die Gelegenheit bekommen würde, das zu wiederholen. Einen lieben Dank an ihn hier an dieser Stelle für seine Geduld, denn auch in diesem Jahr war es nicht so einfach, gute Fotos in diesem Saal zu machen. Auch noch vielen Dank an Matthias Hermann, dass er extra seinen Urlaubsanfang verschoben hat, um zum Treffen zu kommen.

Der Abend war dann so schnell vorbei, aber wir haben ihn dann noch an der Bar etwas ausklingen lassen. Da ich schon wieder für 8.00 Uhr mit Ute zum Frühstück verabredet war, verabschiedete ich mich früher.

Am Samstag fing das offizielle Programm um 13.15 Uhr an. Da sich Sabine Kaack auf ihre Lesung am Abend vorbereiten musste, haben wir die Bustour zu den Drehorten ohne sie unternommen. In diesem Jahr haben wir folgende Drehorte besucht: die Firma Reibold, das Wohnhaus Wollinski, das Apartment Sanders und danach die Villa Reibold, die übrigens inzwischen um ein Stockwerk erhöht wurde. Leider spielte das Wetter nicht so gut mit, als wir zur der Villa gelaufen sind, fing es zu regnen an, aber immerhin hörte es nach einem kurzen Schauer wieder auf. Als nächstes ging es zum Böllenfalltor. Dort hatte Ute einen Jubiläumsimbiss aufgebaut, der dem Buffet im Maritim um nichts nachstand. Nochmals herzlichen Dank an Ute für deine Mühe und den leckeren Imbiss. Wir sind von dort noch in die Straße gegangen, in der Chris niedergeschossen wurde und wo die Polizisten eingekesselt wurden. Die Garagen dort haben sich überhaupt nicht verändert.

Nach diesem Programmpunkt war wieder eine Pause angesetzt, so dass wir uns alle um 19.00 Uhr wieder zur Abendveranstaltung getroffen haben. Die Ehrengäste waren - neben Michael Werlin und Sabine Kaack – dann Eike Schweikhart, Dieter Benz, Fredi Seipp und Karl-Heinz „Charlie“ Braun. Alle Ehrengäste wurden wieder mit kleinen Videoclips vorgestellt und natürlich durfte bei Eike die Szene „ich rechne“ nicht fehlen. Eike hatte seine Mutter mitgebracht und noch ein paar „neue“ Fotos gefunden, die ihn hinter den Kulissen zeigten. Diese sollten wir dann am nächsten Tag zu sehen bekommen.

Nach dem gemeinsamen Abendessen gab es dann noch ein besonderen Programmpunkt, denn Sabine Kaack hielt eine Lesung „Meine Zeit bei den Drombuschs“, bei der sie so derart gut die einzelnen Charaktere gesprochen hat, dass man hätte meinen können, Witta Pohl, Grete Wurm oder alle die anderen würden dort stehen und sprechen. Vielen Dank hier an Sabine Kaack für die tolle Lesung!

Hiernach folgte die Autogrammstunde, bei der wirklich jeder seine Autogrammwünsche erfüllt bekam und natürlich auch Fotos gemacht werden durften. Auch wurden Fragen beantwortet und jeder der Ehrengäste hatte noch etwas von seiner Zeit bei den Drombuschs` erzählen können

Auch dieser Abend ging dann leider wieder viel zu schnell rum.

Am Sonntag ging es dann um 10.30 Uhr weiter. Leider musste Sabine abreisen, da auch sie eine weite Rückreise hat. Marco zeigte uns einen Film über sein Drombusch-Museum, in dem er seine sehr beeindruckende Sammlung vorstellte.

Es folgte noch die Verlosung und danach gab es noch eine Folge mit Live-Kommentar von Michael Werlin. Wo hat man das schon mal, dass man eine Folge seiner Lieblingsserie live sehen kann und einem der Regisseur dazu mit vielen Informationen zum Drehen versorgt? Und nicht auf DVD? Einfach toll! Nach dem Ende der Folge war es auch für mich Zeit, mich von allen zu verabschieden, denn ich hatte noch eine lange Heimreise vor mir. Es war wieder ein richtig tolles Treffen, für das ich mich vor allem bei Marco und Michael bedanken möchte, denn es steckt so viel Arbeit und Zeit dahinter, so tolle Treffen zu organisieren. Auch Ute nochmal vielen Dank für den leckeren Imbiss und die vielen tollen Preise der Tombola, Dank auch an Dieter Benz für die DVDs, die er zur Verfügung gestellt hat und auch an alle anderen, die dazu beigetragen haben, dass es ein so super Treffen geworden ist.

Ich bin dann nach gut 6 Stunden wieder zu Hause angekommen und möchte diesen Bericht mit den Worten aus dem Lied von Volker Lechtenbrink beenden „Irgendwann fangen wir wieder von Anfang an“ – ich hoffe es, denn ich freue mich schon auf das nächste Mal!

Britta Kaminski, September 2017